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| Abscheideanlagen |
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Ölabscheider
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Für unsere Gewäässer stellen mineralische Leichtflüssigkeiten eine besondere Gefährdung dar. Direkt eingeleitetes Benzin, Öl und Diesel können dabei große Schäden verursachen. Deshalb ist es notwendig, ölhaltige Stoffe vor der Einleitung über Abwasservorbehandlungsanlagen zu trennen, um die Gewässerqualität gemäß dem Wasserhaushaltsgesetz (WHG) zu gewährleisten.
- Ölabscheider sind bei allen Flächen erforderlich, wo wassergefährdende Stoffe in Form von Ölen, Benzin und Diesel anfallen, wie z.B. bei Tankstellen, KfZ-Werkstätten und Waschplätzen.
- Ein Ölabscheider (auch Leichtflüssigkeits- bzw. Benzinabscheider genannt) ist eine Abwasserbehandlungsanlage in Form eines Behälters, in dem Öle durch Aufschwimmen abgeschieden werden. Vor dem Ablauf befindet sich eine Trennwand, unter der das ölfreie Abwasser durchtreten muss.
- Das Funktionsprinzip des Ölabscheiders beruht auf der schweren Mischbarkeit von Öl und Wasser und dem Dichteunterschied von Öl und Wasser, d. h. das leichtere Öl schwimmt auf und sammelt sich auf der Wasseroberfläche. Die so separierten Leichtflüssigkeiten können dann abgesaugt und entsorgt werden. So ist eine Reinigungsleistung von 20 mg/l Restgehalt möglich.
- Eine Weiterentwicklung der herkömmlichen Benzinabscheider sind die Koaliszenzabscheider. Die Wirkung dieser Anlagen beruht auf dem Prinzip der Koaliszenz, d.h. das Zusammenfliesen von kleinen Ölpartikeln zu großen Öltropfen wird begünstigt. Damit können dann auch kleinste Öltröpfchen nach dem Schwerkraftprinzip aufschwimmen und abgetrennt werden. So wird eine Reinigungsleistung von bis zu 5 mg/l erreicht.
- Aufbau:
Eine Abscheideanlage besteht grundsätzlich aus einem Schlammfang, dem eigentlichen Abscheider und der Probenahme.
Der Schlammfang ist ein Becken mit einem Mindestvolumen von 600 l. Er muß über eine Beschichtung und eine geschlossene Abdeckung verfügen. Im Zulauf ist ein Prallblech einzubauen, damit sich das Wasser im Schlammfang beruhigen kann und sich der Schlamm am Boden absetzt. Dahinter folgt die Abscheideeinheit. Um ein unkontrolliertes Austreten von Öl durch den Ablauf des Abscheiders zu verhindern, ist ein Schwimmer mit selbstätigen Verschluß einzubauen. Dieser verschließt bei Überschreiten der vorgesehenen Speichermenge automatisch den Ablauf des Abscheiders, so dass kein Öl austreten kann.
- Die Nenngröße der Anlage richtet sich nach der Menge des anfallenden Schmutzwassers und wird in Litern pro Sekunde angegeben.
- Ölabscheider müssen monatlich kontrolliert und halbjährlich gewartet werden. Vor Inbetriebnahme und alle 5 Jahre ist eine Generalinspektion notwendig.
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